Ryoo Seung-bum (Ryoo Seung-beom), geboren am 9. August 1980 in Asan in der Provinz Süd-Chungcheong, ist ein südkoreanischer Schauspieler. Als jüngerer Bruder des Regisseurs Ryoo Seung-wan hat er sich durch sein besonders energiegeladenes und unberechenbares Schauspiel sowie durch eine Filmografie einen Namen gemacht, die Autorenfilme, Krimis, Komödien und Actionfilme vereint.
Sein Filmdebüt gab er im Jahr 2000 in Die Bäder, dem ersten Spielfilm seines Bruders, der aus mehreren mit geringem Budget gedrehten Kurzfilmen zusammengesetzt ist. Seine sehr naturalistische Darstellung erregt sofort Aufmerksamkeit und bringt ihm den Preis als bester Nachwuchsdarsteller bei den Grand Bell Awards ein. Anschließend spielt er unter anderem in Waikiki Brothers, Kein Blut, keine Tränen, Kein Kommentar und einen kurzen, aber vielbeachteten Auftritt in Sympathie für Mr. Vengeance von Park Chan-wook.
Im Jahr 2004 arbeitete er erneut mit Ryoo Seung-wan zusammen, um Arahan, in dem er einen tollpatschigen Polizisten spielt, der außergewöhnliche Fähigkeiten in den Kampfkünsten entdeckt. Vor allem aber ist es Crying Fist im Jahr 2005, das einen wichtigen Wendepunkt darstellte: An der Seite von Choi Min-sik spielte er einen jungen Straftäter, der im Boxsport eine Chance auf einen Neuanfang findet. Seine Darstellung wurde vielfach gelobt und festigte seinen Ruf als einer der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation.
Er bestätigt dies mit Bloody Tie (2006), wofür er unter anderem bei den Baeksang Arts Awards als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, und erweiterte anschließend sein Rollenrepertoire mit Radio Dayz, No Mercy, Der Diener und Foxy Festival. Im Jahr 2010 spielte er die Rolle des Staatsanwalts Joo Yang in The Unjust, eine erneute Zusammenarbeit mit seinem Bruder. Für diese Leistung wurde er unter anderem bei den Buil Film Awards und beim Fantasia-Festival als bester Schauspieler ausgezeichnet.
Danach Die Selbstmordprognose, Doomsday Book, Nur über meine Leiche und Perfekte Zahl, 2013 arbeitete er erneut mit Ryoo Seung-wan zusammen in Die Berlin-Akte. Darin spielt er Dong Myung-soo, einen besonders brutalen nordkoreanischen Attentäter, und liefert eine von der Kritik gelobte Darbietung. Der Film verzeichnet über sieben Millionen Besucher und wird damit zum größten kommerziellen Erfolg seiner Karriere.
Danach Die Berlin-Akte, Ryoo Seung-bum distanziert sich von der Unterhaltungsindustrie. Er reist durch Europa und lebt unter anderem drei Jahre lang in Paris, wo er als Model arbeitet. Sein Comeback im Kino erfolgt mit Intime Feinde im Jahr 2015, gefolgt von Das Netz, Mensch, Raum, Zeit und Mensch und Tasse: One Eyed Jack.
Nachdem er lange Zeit dem Kino den Vorzug gegeben hatte, feierte er 2023 ein vielbeachtetes Comeback in Serien in Moving, in dem er die Rolle des Frank spielt. Anschließend übernimmt er die Rolle des Baek Cheol-hee in Family Matters im Jahr 2024. Im Jahr 2025 ist er außerdem in dem Film zu sehen Gute Nachrichten in der Rolle des Regisseurs Park Sang-hyeon.
Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist Ryoo Seung-bum unter dem Namen DJ Ryoo seit 2007 und ist für seinen experimentellen Kleidungsstil bekannt geworden. Was sein Privatleben angeht, so heiratete er 2020 seine slowakische Lebensgefährtin, eine Künstlerin, die in Frankreich gearbeitet hat, mit der er eine Tochter hat.
Zu den angekündigten Projekten gehören The Dealer, der für 2027 geplant ist und in dem er die Rolle des Hwang Chi-su spielen soll, sowie Moving, Staffel 2, der für 2028 angekündigt ist und in dem er die Rolle des Frank übernehmen soll.


