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Nachdem Kim Se-ui kürzlich im Rahmen der von dem Schauspieler Kim Soo-hyun eingereichten Anzeige angeklagt und in Untersuchungshaft genommen wurde, liegen nun die Ergebnisse eines Gutachtens vor, das von den kriminaltechnischen Diensten der Staatsanwaltschaft durchgeführt wurde eines der in den Medien am meisten diskutierten Elemente des Falls in Frage zu stellen: die Tonaufnahme, die der verstorbenen Schauspielerin Kim Sae-ron zugeschrieben wird.

Nach Informationen des Senders JTBC soll die wissenschaftliche Abteilung der koreanischen Staatsanwaltschaft mehrere technische Unregelmäßigkeiten in der Audiodatei festgestellt haben, die Garo Sero im Mai 2025 veröffentlicht hatte.
Damals hatte Kim Se-ui diese Aufnahme bei einer Pressekonferenz vorgelegt und behauptet, es handele sich um ein Gespräch, in dem Kim Sae-ron eine Beziehung zu Kim Soo-hyun erwähnte, als sie noch minderjährig war. Kim Soo-hyun und seine Agentur hatten die Echtheit des Dokuments sofort bestritten.

Ein Gutachten, das auf eine mögliche Konstruktion hindeutet
Den von den koreanischen Medien zitierten Erkenntnissen zufolge sollen die Ermittler Unterbrechungen im Tonsignal sowie Frequenzunterschiede zwischen der männlichen und der weiblichen Stimme in der Aufnahme festgestellt haben.
Die Experten der Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die Möglichkeit besteht, dass die Frauenstimme vor der Ausstrahlung separat aufgenommen wurde auf einem anderen Gerät und anschließend erneut aufgezeichnet, um ein echtes Gespräch zu simulieren.
Mit anderen Worten: Die Person, die als Informant dargestellt wird, könnte eine Datei abhören lassen haben, die eine Stimme, die Kim Sae-ron zugeschrieben wurde, bevor das Ganze erneut aufgenommen wurde, um den Eindruck eines echten Gesprächs zu erwecken.

Dieses Gutachten erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem Kim Se-ui kürzlich im Zusammenhang mit mehreren Vorwürfen bezüglich der gegen Kim Soo-hyun verbreiteten Inhalte angeklagt und in Untersuchungshaft genommen wurde. Die erste Verhandlung im Rahmen des Prozesses findet am am kommenden 24. Juli.
JTBC berichtet außerdem, dass die Behörden nun die durch diese Inhalte erzielten Einnahmen prüfen, um eine mögliche Einziehung der Gewinne in Betracht zu ziehen, die als mit den vorgeworfenen Taten in Zusammenhang stehend angesehen werden.
Die Zweifel an den Beweisen häufen sich
Diese neuen Erkenntnisse decken sich mit mehreren Enthüllungen, die in den letzten Wochen bereits erwähnt wurden.
In dem von MBC in der Sendung «Straight» ausgestrahlten Bericht hieß es insbesondere, dass der National Forensic Service diese Aufnahme entgegen den wiederholten Behauptungen von Kim Se-ui nie als echt bestätigt habe.
Einige Tage vor diesem neuen Gutachten hatte MBC zudem enthüllt, dass bestimmte von Garo Sero veröffentlichte KakaoTalk-Unterhaltungen verändert worden sein sollen. Laut der vom Sender erwähnten Untersuchung, Zwei Mitarbeiter von Garo Sero sollen an der Bearbeitung von Screenshots beteiligt gewesen sein um den Anschein zu erwecken, dass Kim Soo-hyun der Gesprächspartner von Kim Sae-ron war.
Die Staatsanwaltschaft hatte im Übrigen bei der Anklageerhebung gegen Kim Se-ui darauf hingewiesen, dass festgestellt worden sei, dass bestimmte Elemente verändert oder ohne ausreichende Überprüfung verbreitet worden seien.
Gegen Kim Se-ui wird derzeit wegen Verleumdung, Verstoßes gegen das Gesetz gegen sexuelle Gewalt, Belästigung, versuchter Nötigung und Drohungen ermittelt. Der Mann befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.
Ein Fall, der eine neue Wendung nimmt
Seit mehreren Wochen scheint sich der Schwerpunkt der Ermittlungen allmählich zu verlagern. Während sich die ursprünglichen Vorwürfe hauptsächlich gegen Kim Soo-hyun richteten, konzentriert sich die Aufmerksamkeit nun verstärkt auf die Herkunft und die Echtheit der öffentlich verbreiteten Informationen.
Die koreanischen Behörden (darunter der Justizminister auf X) haben ebenfalls angekündigt, eine Null-Toleranz-Politik gegenüber der Verbreitung von Falschinformationen und böswilligen Inhalten zu verfolgen, die unter dem Deckmantel des öffentlichen Interesses online veröffentlicht werden.
Siehe in Threads
Der Prozess gegen Kim Se-ui soll nun Aufschluss über die strafrechtliche Verantwortung in dieser Angelegenheit geben, die die koreanische Unterhaltungsindustrie weiterhin erschüttert.
Außerdem soll Kim Se-ui, gegen den ebenfalls in einem anderen Fall im Zusammenhang mit der YouTuberin Tzuyang ermittelt wird, bei einer kürzlich stattgefundenen Verhandlung nicht erschienen sein, woraufhin das Gericht ihm eine Verwarnung erteilt haben soll.

