«The Remarried Empress» ist ein Hit auf Disney+: Die Fans fordern bereits eine zweite Staffel

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Eine perfekte Kaiserin, ein untreuer Kaiser, eine ehrgeizige ehemalige Sklavin und ein charmanter Prinz mit der blauen Rose. Gestartet auf Disney+ am 3. November, einen Tag früher als geplant, « The Remarried Empress » («Die wiederverheiratete Kaiserin» auf Deutsch) sorgt bereits für Aufsehen. Ersten Tendenzen zufolge soll die Serie in vielen Ländern an die Spitze der Charts geklettert sein, und einige Fans fordern bereits eine zweite Staffel. Nach der Veröffentlichung der ersten vier Folgen hier die Meinungen der Zuschauer.

Achtung, leichte Spoiler zu den Folgen 1 bis 4.

Ein sofortiger Erfolg

Die Zahlen sind schwindelerregend. Nur drei Tage nach ihrer Veröffentlichung wurde «The Remarried Empress» zur meistgesehenen lokalen Serie in der Geschichte von Disney+ und Hulu bei einem Start, wenn man alle nicht-amerikanischen Produktionen zusammennimmt. Damit verdrängt sie «Moving», das 2023 erschienene Superhelden-Drama, das diesen Rekord bisher gehalten hatte.

Die Serie verzeichnete zudem den besten Start, den je ein koreanischer Titel in über 50 Ländern hingelegt hat, darunter Frankreich, die USA, Großbritannien, Spanien, Deutschland, Mexiko und Kanada. Disney hat keine genauen Zuschauerzahlen bekannt gegeben, hebt jedoch einen wesentlichen Unterschied zu «Moving» hervor: Während letztere vor allem in Korea und Asien Anklang fand, setzt sich «The Remarried Empress» auch in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent durch.

Ein Erfolg, der nicht aus dem Nichts kommt. Der Trailer hatte innerhalb von 48 Stunden auf YouTube und in den sozialen Netzwerken 13 Millionen Aufrufe erzielt, und die Vorabvorführungen beim Internationalen Filmfestival von Busan waren ausverkauft. Der ursprüngliche Webtoon, der auf Naver veröffentlicht wurde, nähert sich mittlerweile der Marke von 3 Milliarden Aufrufen und ist damit einer der beliebtesten seines Genres.

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In den sozialen Netzwerken ist die Begeisterung so groß, dass einige Fans bereits eine zweite Staffel fordern, obwohl die erste noch lange nicht zu Ende ist.

Disney+ hat bereits nach drei Tagen über die Zuschauerrekorde des Dramas berichtet.

Bald als Anime – und ein Sprungbrett für Webtoon

Dieser Erfolg geht über den Rahmen von Disney+ hinaus. Die Serie wird von Webtoon Entertainment produziert, der Plattform, auf der der ursprüngliche Webtoon veröffentlicht wird, und in Absprache mit ihr hat Disney den Starttermin um einen Tag vorverlegt, um den Fans für ihre Vorfreude zu danken.

Und die Geschichte von Navier ist damit noch nicht zu Ende: Eine Anime-Adaption ist gemeinsam mit Crunchyroll in Vorbereitung. Das dürfte die Fans, die bereits nach einer Fortsetzung verlangen, zumindest teilweise zufriedenstellen.

Für Webtoon markiert «The Remarried Empress» ebenfalls einen neuen Meilenstein. Nachdem die Plattform bereits mehrere Netflix-Erfolge wie «Bloodhounds» oder «The Trauma Code: Heroes on Call» hervorgebracht hat, treibt sie nun ihre Projekte in Hollywood voran – mit englischsprachigen Adaptionen ihrer Werke. Ihr Präsident, Yongsoo Kim, sieht in diesen Serien eine Möglichkeit, einem Publikum, das die Welt der Webtoons noch nicht kennt, diese näherzubringen.

Gelobte Bühnenbilder und Kostüme

In den sozialen Netzwerken herrscht Einigkeit über einen Punkt: die Schönheit der Serie. Die Zuschauer loben die opulenten Kulissen, die hochwertige Kameraführung und die prächtigen Kostüme. Die Serie soll teilweise in Europa gedreht worden sein, insbesondere in der Tschechischen Republik und in Deutschland, was sich in der Weite der Drehorte widerspiegelt.

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Naviers Garderobe (Shin Min-ah), die offenbar in jeder Szene ein anderes Outfit trägt, sorgt für besondere Reaktionen. Die Fans des Webtoons haben zudem Spaß daran, die Szenen mit ihren gezeichneten Vorlagen zu vergleichen, und loben bestimmte originalgetreue Details, wie die berühmte blaue Rose, die Heinrey ihr schenkt (Lee Jong-suk).

Die wiederverheiratete Kaiserin – Shin Min-ah und Lee Jong-suk

Die Chemie zwischen den Schauspielern wird ebenso hervorgehoben wie die Qualität der Nebendarsteller.

Rashta, die Figur, die die Gemüter spaltet

Doch eine Figur steht im Mittelpunkt aller Diskussionen: Rashta, gespielt von Lee Se-young. Für einen Teil des Publikums erklärt – oder entschuldigt sogar – ihre Vergangenheit als misshandelte Sklavin ihren Kampf ums Überleben an einem elitären Hof. Andere sind der Meinung, dass sie durch die Manipulation ihres Umfelds eine Grenze überschreitet und dass eine schwierige Vergangenheit kein Grund ist, sich an der Kaiserin zu rächen. Die Schauspielerin sagte übrigens in einem Interview über ihre Figur: «Letztendlich habe ich sie als das Böse in Reinform betrachtet. Zum ersten Mal wurde mir bewusst, dass ich die Handlungen einer Figur, die ich verkörperte, nicht vollständig verstehen konnte.»

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Die Debatte erstreckt sich sogar auf Navier. Einige Zuschauer werfen der Heldin vor, über ein auf Sklaverei basierendes Reich zu herrschen, ohne dies jemals in Frage zu stellen – ein Punkt, der ihrer Meinung nach bereits im Webtoon außer Acht gelassen wurde. Andere halten es hingegen für legitim, dass eine Ehefrau die Geliebte ihres Mannes ablehnt, unabhängig von deren Vergangenheit.

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Ein Zeichen dafür, dass die Serie über die Liebesgeschichte hinaus Themen anspricht, die Reaktionen hervorrufen.

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Dennoch ist nicht alles perfekt. Ein Teil der Fachpresse lobt zwar die Bildsprache und die Besetzung, bedauert jedoch, dass es den Figuren in diesen ersten Folgen noch an Tiefe mangelt.

Unsere Meinung

Wir haben uns diese vier Folgen angesehen, ohne den Webtoon gelesen zu haben. Erste Feststellung: Das Universum ist verwirrend. Mit ihren Bällen und Palästen erinnert die Serie sofort an «Bridgerton», vermischt jedoch alte Stile mit modernen Elementen, insbesondere bei den Kostümen, und bietet obendrein noch eine Prise Übernatürliches.

Wir freuen uns, wieder hochkarätige Hauptdarsteller zu sehen, die von einer starken Nebenbesetzung umgeben sind. Besondere Erwähnung verdienen Ju Ji-hoon und Lee Se-young, deren Figuren geradezu abscheulich sind.

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Allerdings ist die Handlung bislang eher seicht, und das Drehbuch entwickelt außer Liebesintrigen und Verrat kaum etwas weiter. Die ersten beiden Folgen verlaufen zudem sehr schnell: Der Kaiser verfällt Rashta bereits nach knapp fünf Minuten. Trotz allem funktioniert das Konzept, und man ist wirklich gespannt darauf, wie es weitergeht.

«The Remarried Empress» umfasst 10 Folgen. Nach den ersten vier Folgen, die seit dem 3. November verfügbar sind, werden jeden Mittwoch zwei neue Folgen auf Disney+ veröffentlicht – bis zum Finale am 25. November.

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Quellen, 1 und 2


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